22 kW Wallbox. Wann sie sich wirklich lohnt
Kurze Antwort: In den meisten Privathaushalten lohnt sich 22 kW nicht. Die Hardware ist teurer, der Hausanschluss oft nicht stark genug, und die meisten E-Autos können AC-seitig sowieso nur 11 kW laden. Wann sich 22 kW dennoch rechnet. Hier kompakt.
Wann 22 kW Sinn ergibt
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Zwei E-Autos parallel laden
Wenn du gleichzeitig zwei Autos lädst und beide AC-stark sind, kann sich 22 kW lohnen. Sonst genügen oft auch zwei separate 11-kW-Wallboxen.
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Auto kann 22 kW AC laden
Wenige Modelle nehmen tatsächlich 22 kW AC auf: Tesla Model S/X (alt), Renault Zoe, Smart EQ. Bei diesen lohnt sich die höhere Wallbox-Leistung.
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Sehr lange Tages-Distanzen
Wer 200+ km täglich fährt und nur 4 Stunden Zeit zum Laden hat, profitiert von der schnelleren Ladegeschwindigkeit.
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Halböffentlich oder Gewerbe
Hotels, Firmen, Carsharing. Hier ergibt 22 kW Sinn, weil unterschiedliche Fahrzeuge und Aufenthaltszeiten zusammenkommen.
Wann 22 kW unsinnig ist
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Genehmigungspflicht
Ab 12 kW musst du nicht nur anmelden, sondern beim Netzbetreiber Genehmigung beantragen. Der kann ablehnen, wenn dein Hausanschluss zu schwach ist.
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Stärkerer Hausanschluss nötig
Viele Bestandshäuser haben einen 35-A-Anschluss. Das reicht für 22 kW oft nicht. Verstärkung kostet 1.000-2.500 € extra.
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Auto bremst die Wallbox aus
Wenn dein Auto AC-seitig nur 11 kW kann (gilt für 80 % aller E-Modelle), bringt dir die 22-kW-Wallbox technisch nichts.
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Hardware teurer
22-kW-Modelle kosten typisch 100-200 € mehr als 11-kW-Pendants. Bei gleichem Funktionsumfang.
Genehmigung beim Netzbetreiber. Ablauf
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Antrag einreichen
Dein Elektriker reicht das Formular „Anmeldung und Inbetriebsetzung" bei deinem örtlichen Netzbetreiber ein. Dauer: 1 Stunde Aufwand.
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Prüfung des Netzbetreibers
Innerhalb von 2-4 Wochen entscheidet der Netzbetreiber, ob dein Hausanschluss und das Ortsnetz die zusätzliche Last tragen.
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Bei Ablehnung: Optionen
Hausanschluss verstärken (+ 1.000-2.500 €), oder auf 11 kW reduzieren. Viele 22-kW-Wallboxen lassen sich softwareseitig drosseln.
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Bei Zustimmung: installieren
Erst nach Bewilligung darf der Elektriker installieren. Inbetriebnahme wird wieder beim Netzbetreiber gemeldet.
Beste 22-kW-Wallboxen 2026
Aus unserem Vergleich. Sortiert nach Preis aufsteigend.
go-eCharger
HOMEfix 22
22-kW-Variante des HOMEfix. Genehmigungspflichtig beim Netzbetreiber, lohnt sich für Private nur in seltenen Fällen.
Easee
Home
Skandinavische Eleganz mit starkem Lastmanagement. 2024 gab es Vertriebsstopps in einzelnen Ländern. Heute weiterhin am Markt.
Wallbox
Pulsar Plus 22
22-kW-Version der Pulsar Plus. Im Privathaushalt selten ausgereizt, aber als „Zukunfts-Reserve" beliebt.
myenergi
zappi
Die PV-Wallbox schlechthin. Wenn Eigenverbrauchs-Optimierung Priorität hat, ist zappi schwer zu schlagen.
Alfen
Eve Single Pro-Line
Niederländische Profi-Hardware. Eichrechtskonform und Backend-fähig. Der heimliche Standard im halböffentlichen Bereich.
ABL
eMH3
ABLs Profi-Wallbox für Mehrparteienhäuser und Vermieter. Mit MID, OCPP und Eichrecht-Option voll geschäftsfähig.
Häufige Fragen. 22 kW Wallbox
Wer entscheidet, ob ich 22 kW installieren darf?
Dein Netzbetreiber. Du (bzw. Dein Elektriker) reichst einen Antrag ein, der innerhalb von 2-4 Wochen beschieden wird. Ablehnung erfolgt, wenn der Hausanschluss oder das Ortsnetz nicht ausreicht. In Neubaugebieten und gut ausgebauten Ortsnetzen ist die Zustimmung Standard.
Was kostet eine 22-kW-Wallbox komplett?
Hardware ab rund 700 € (Easee Home, go-eCharger HOMEfix 22), Installation 800-1.200 €. Falls Hausanschluss-Verstärkung nötig: + 1.000-2.500 €. Realistisches Komplettbudget: 2.000 € (kein Upgrade nötig) bis 4.500 € (mit Hausanschluss-Anpassung).
Mein Auto kann nur 11 kW AC. Lohnt sich 22 kW dann?
Nein. Die Wallbox kann zwar 22 kW liefern, aber dein Auto nimmt nur 11 kW auf. Du hast also keinen Vorteil im Alltag. Eine 22-kW-Wallbox lohnt sich nur, wenn du plausibel ein zukünftiges Auto mit 22 kW AC kaufst oder zwei Autos parallel laden willst.
Kann ich eine 22-kW-Wallbox auf 11 kW drosseln?
Ja, viele moderne 22-kW-Modelle (Wallbox Pulsar Plus 22, go-eCharger HOMEfix 22, KEBA P30 x-series) lassen sich per App oder DIP-Schalter auf 11 kW drosseln. Hilfreich, wenn der Netzbetreiber 22 kW nicht genehmigt. Du nutzt dann einfach 11 kW und behältst dir Spielraum.
Brauche ich für 22 kW einen Smart Meter?
In vielen Bundesnetzbetreiber-Bezirken: ja. Mit dem § 14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtungen) ist seit 2024 für höhere Lasten ein moderner Messstellen-Einbau erforderlich. Den Einbau organisiert der Netzbetreiber, Kosten meist überschaubar (~100 €/Jahr Mehrkosten).
Empfehlung
Bereit für deine 22-kW-Wallbox?
22 kW braucht die Genehmigung deines Netzbetreibers. Wenn die durch ist: Hier gehts zum Sortiment der typischen 22-kW-Modelle.
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Vor dem Antrag: Kosten realistisch durchrechnen
Mit Hausanschluss-Upgrade kann eine 22-kW-Installation deutlich teurer werden. Der Kosten-Rechner zeigt dir, ab welcher Fahrleistung sich das amortisiert.
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