1. Ladeleistung. Fast immer 11 kW
11 kW reicht für 99 % aller Privathaushalte: ein 60-kWh-Akku ist in rund 6 Stunden voll. 22 kW braucht eine Genehmigung des Netzbetreibers, oft einen verstärkten Hausanschluss und das Auto muss 22 kW dreiphasig überhaupt aufnehmen können (die wenigsten tun das).
Empfehlung: Nimm 11 kW, außer du fährst 50.000+ km im Jahr oder hast zwei E-Autos parallel zu laden.
2. Mit Kabel oder Type-2-Dose?
Wallboxen mit fest montiertem Kabel sind im Alltag bequemer. Du steckst direkt ein. Bei Type-2-Buchsen brauchst du dein eigenes Ladekabel (was du beim E-Auto-Kauf meist eh dabei hast). Vorteil der Buchse: kein hängendes Kabel an der Wand, ideal in engen Garagen.
Empfehlung: Mit fest montiertem Kabel, wenn die Wallbox eh fix in der Garage hängt. Type-2-Dose, wenn du flexibel bleiben willst.
3. App. Nice-to-have, kein Muss
Eine App zeigt dir Ladeverlauf, kann Ladepläne nach Strompreis triggern und ermöglicht PV-Überschuss-Steuerung. Ohne App lädt jede Wallbox aber genauso zuverlässig. Der Mehrwert ist Komfort, nicht Funktion.
Empfehlung: App ja, wenn du eine PV-Anlage hast oder dynamische Stromtarife nutzt. Sonst optional.
4. MID-Zähler. Pflicht für Vermieter
Ein MID-Zähler (eichkonformer Stromzähler) ist Pflicht, wenn du Ladekosten gegenüber Mietern oder Mitarbeitern abrechnen willst. Im reinen Privatgebrauch nicht nötig. Aber manche Förderprogramme fordern ihn trotzdem.
Empfehlung: MID nur, wenn du als Vermieter abrechnest oder ein Förderprogramm es verlangt.
5. RFID. Nur bei Mehrnutzer-Setups
RFID-Karten oder NFC entsperren die Wallbox vor dem Laden. Sinnvoll, wenn mehrere Personen Zugriff auf die Wallbox haben sollen (Mehrfamilienhaus, Carsharing, Firmenwagen).
Empfehlung: Im Eigenheim mit einem Auto: ignorieren.
6. FI-Schalter. Integriert oder extern?
Jede Wallbox braucht einen FI-Schutz. Modelle mit integriertem DC-Fehlerstromschutz (DC 6 mA) sparen den separaten Typ-B-FI-Schalter im Zählerschrank. Das spart bei der Installation 200-300 €. Praktisch alle modernen Wallboxen haben das integriert.
Empfehlung: Achte auf integrierten DC-Schutz. Standard bei seriösen Modellen.
7. Eichrechtskonform. Nur für Halböffentliches
Eichrechtskonforme Wallboxen sind teurer und nur dann nötig, wenn du verbindlich nach kWh Geld kassieren willst (z. B. Öffentliche Ladepunkte, Hotel-Parkplätze). Im Privatbereich überflüssig.
Empfehlung: Eichrecht nur für gewerbliche Nutzung mit Abrechnung gegenüber Dritten.